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Theorie zur PME
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Theorie zur Progressiven Muskelentspannung (PME)

"Lernen Sie, sich bewusst zu entspannen, dann können Sie mit den alltäglichen Schwierigkeiten und Erkrankungen der modernen Zeit besser umgehen!" Dies riet der amerikanische Arzt und Wissenschaftler Edmund Jacobson (1885 – 1976)
bereits vor über 75 Jahren
seinen Patienten.

Heute ist die Progressive Muskelentspannung nach
Edmund Jacobson die am häufigsten eingesetzte wissenschaftlich anerkannte Entspannungsmethode.


Das Prinzip ist einfach!

Durch bewusstes Anspannen, Lockern und Nachspüren einzelner Muskelgruppen wird eine stärkere Durchblutung der entsprechenden Muskelpartien ausgelöst, die der Körper als wohlige Entspannung registriert. Man lernt so den Unterschied zwischen muskulärer Überspannung und Wohlspannung kennen und kann frühzeitig auf beginnende Verspannungen reagieren, indem man sich aktiv "entspannt".

Im Jahr 1908 begann Jacobson mit seinen Studien zur Progressiven Muskelentspannung in den Laboratorien der Harvard Universität. In umfangreichen Untersuchungen wies er einen Zusammenhang zwischen übermäßiger muskulärer Anspannung und den unterschiedlichsten körperlichen und seelischen Erkrankungen nach. Verdauungsstörungen, arthritische Beschwerden, Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Ängste besserten sich erheblich oder verschwanden ganz, wenn die Patienten lernten, systematisch ihre Muskeln zu entspannen.

Nach 20jähriger Forschungstätigkeit veröffentlichte er im Jahre 1929 sein erstes Buch zur Progressiven Muskelentspannung. Da sich dieses Buch an Ärzte wandte, schlug man ihm vor, seine Ideen auch für Nichtfachleute zu formulieren. Jacobson griff diesen Vorschlag auf und schrieb 1934 das Buch You Must Relax, das 1990 erstmals auch in deutscher Sprache unter dem Titel Entspannung als Therapie. Progressive Relaxation in Theorie und Praxis erschienen ist.

Das ursprüngliche Verfahren von Jacobson ist jedoch sehr zeitaufwendig, da er ein sehr detailliertes Üben empfiehlt und auch kleine Muskelgruppen einbezieht. Darüber hinaus ist das ursprüngliche Vorgehen sehr unübersichtlich, so dass es für die Übenden schwierig ist, sich die Vielzahl der Anweisungen zu merken. Aus diesen Gründen ist die Progressive Muskelentspannung im Laufe der Jahre methodisch weiterentwickelt und vereinfacht worden.

Als eigenständiges Verfahren ist die Progressive Muskelentspannung im deutschsprachigen Raum in den letzten 10 Jahren immer bekannter geworden, durch die Kassenzulassung 1987 ist sie in der Bundesrepublik Deutschland zum Bestandteil der psychosomatischen Grundversorgung in allen Krankenkassen geworden.

Die Progressive Muskelentspannung ist vor allem eine leicht erlernbare Methode, durch die eine körperlich-seelische Wohlspannung gefördert wird. Sie ist als Kurzentspannung in alltäglichen Situationen anwendbar und lässt sich wegen der raschen Wirksamkeit gut mit anderen Übungswegen (z.B. Yoga, Autogenes Training, Zen, MBSR) kombinieren.

Für das erfolgreiche Erlernen der Muskelentspannung muss der Übende lediglich in der Lage sein, sich eine bestimmte Zeit auf die Muskeln seines Körpers zu konzentrieren, sowie bestimmte Muskelgruppen systematisch anspannen und lockern zu können. Darüber hinaus ist es notwendig, das in den Sitzungen Erlernte regelmäßig zu üben.

Quelle: Rüdiger Standhardt & Dr. Cornelia Löhmer – Giessener Forum – Progressive Muskelentspannung

 

Ralph Manger  | info@manger-web.de
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